News-Archiv 2004 - ADFC feiert Jubiläum (PM 1)

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Pressemitteilung des ADFC Kreis Offenbach e.V. vom 23. Juli 2004


Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) feiert Jubiläum

Vielfältiges Angebot am 7. August am Seligenstädter Mainufer
Spezialradschau - Fahrrad-Codierung - Infostand - Fahrradparcours - Service-Check

25 Jahre Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) und 10 Jahre ADFC Kreisverband Offenbach-Land sind der Anlass für einen Fahrrad-Aktionstag am Samstag, den 7. August, in Seligenstadt. Von 11-18 Uhr wird sich an diesem Tag am von Radlern stark frequentierten Mainuferradweg in der Nähe der Fähre und auf dem größeren Festplatz alles um das Thema Radfahren drehen.

Als Ort wurde bewusst einer der bekanntesten Radfernwege in Deutschland und Europa - der Mainuferradweg - ausgewählt, auf dem nicht nur die deutsche Radfernweg-Route Nr. 5 (Saar-Mosel-Main), sondern auch die europäische EuroVelo-Route Nr. 4 (Ärmelkanal-Schwarzes Meer: von Roscoff in der Bretagne nach Odessa) liegt. Weitere Informationen zu radtouristischen Zielen in Deutschland und Europa und welche Rolle der ADFC dabei spielt, kann man dann dem reichhaltigen Angebot an Informationsmaterial am Infostand entnehmen. Aus dem Sortiment der Radkarten der hiesigen Region kann das richtige Exemplar für den nächsten Ausflug ausgewählt werden. Guter Rat von erfahrenen Radlern zu geplanten Strecken ist gratis, aber oftmals sehr wertvoll. Aber auch über alles, was man bei Fahrrad-Urlauben zu beachten hat, kann man sich bei erfahrenen Reiseradlern informieren.

Wer sein Rad gegen Diebstahl schützen will, kann es an diesem Tag gegen einen Unkostenbeitrag von 10 EUR (Sonderrahmen 15 EUR) codieren lassen. Diese bewährte Form der Diebstahlsprävention schreckt potentielle Langfinger ab, weil ein codiertes Rad kaum zu veräußern ist. Es ermöglicht darüber hinaus der Polizei und dem Fundbüro, den rechtmäßigen Eigentümer zu ermitteln. Neben dem Personalausweis sollte daher auch die Kaufquittung des betreffenden Fahrrades mitgenommen werden.

Nicht nur für den Radlernachwuchs gibt es einen Fahrradparcours, der nicht nur viel Spaß bereitet, sondern gleichzeitig den sicheren Umgang mit dem Fahrrad trainiert.

Selbstverständlich werden auch die immer wiederkehrenden Fragen beantwortet, wie man der häufigsten Ursache für eine Panne vorbeugt und endlich den Sattel findet, der selbst nach einer längeren Tour keine Schmerzen bereitet, wie man die optimale Sitzposition findet und was man beim Fahrradkauf beachten sollte. An Tafeln kann man sich auch über die gesundheitsfördernde Wirkung des Radfahrens informieren, ebenso über die Historie der Fahrradlobby im Kreis Offenbach und in Deutschland.

Als besonderen Service wird durchreisenden Radlern bei Bedarf der Luftdruck in den Reifen optimiert und die Kette geölt.

Hauptattraktion dürfte aber die Schau nicht alltäglicher Fahrräder sein. Ein Fahrradmuseum für Spezialräder, lokale Radgeschäfte und ADFC-Mitglieder haben die Räder extra für diese Feier zur Verfügung gestellt. Man darf also gespannt sein, was für ausgefallene Fahrräder es doch gibt:

CreativBike Radius Duo Emmeln Juxrad
Bildnachweise Sonderräder:
1. CreativBike: Creativ Event GmbH, --> http://www.creativ-event-gmbh.de/
2+3. Radius Duo, Emmeln Juxrad: Ulli Teige, Heimbuchentaler Fahrradmuseum, --> www.radmuseum.de

Obendrein erwartet die Besucher, egal ob sie mit oder ohne Zweirad unterwegs sind, eine Kuchentheke, Kaffee und andere Erfrischungen.

Seligenstadt ist also am 7. August das ideale Ziel für eine Radtour. Egal ob man das Fahrrad nach vielen Jahren wieder entdeckt, sich auf schöne Fahrradurlaube freut, mit dem Mountainbike jeden Berg erklimmen möchte oder einfach nur in Gesellschaft leicht und locker Radeln möchte - beim ADFC sind alle herzlich Willkommen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet: www.adfc-kreis-offenbach.de. Dort finden sich auch alle Radtouren der einzelnen ADFC-Gruppen im Kreisgebiet.

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25 Jahre ADFC

Fünfundzwanzig Jahre existiert in diesem Jahr die bundesweit aktive Fahrradlobby mit Sitz in Bremen. 1979 von engagierten Leuten gegründet, wächst der Verband stetig und zählt mittlerweile weit über 100.000 Mitglieder. Gleichzeitig wurde das Fahrrad zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in touristischen Regionen und organisierte Radreisen verzeichnen ein stetes Wachstum. Aber auch im Alltag ist das gute, alte Stahlross, das es ja meistens gar nicht mehr ist, wieder "gesellschaftsfähig". Vorbei sind die Zeiten, als das Fahrrad ein "arme Leute Image" verkörperte. Auch sonst hat sich in den letzten Jahren vieles zum positiven gewendet, nicht zuletzt durch die vielfältigen Aktivitäten des ADFC.

Von Beginn an bemühte sich der ADFC, die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer zu verbessern und es gelang in den neunziger Jahren, erste Hürden zu nehmen. 1992 wurde in Bayern eine vom ADFC angeregte Untersuchung von Unfällen vorgenommen, an denen Radfahrer beteiligt waren. Sie bestätigte, was der ADFC schon lange vorher behauptet hatte: Radwege (im Sinne der StVO) sind sehr unfallträchtig. Die Gründe dafür waren zu schmale Radwege, eine teilweise desolate Oberflächenbeschaffenheit (Schlaglöcher, Wurzeln, etc.) und häufig eine gefährliche Führung über Kreuzungen und Einmündungen.

Die Reaktionen auf diese Untersuchungen gaben den Anstoß zu einer Neuauflage der ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen), wo erstmals mit empfohlenen Breiten und Mindestbreiten für den Radverkehr gearbeitet und die zweifelhaft These "besser ein schlechter Radweg als gar kein Radweg" endgültig verabschiedet wurde. Es folgte 1997 die "Fahrradnovelle" der Straßenverkehrsordnung (StVO). Alle Dienststellen, die Radwege anordnen, mussten danach ihre Radverkehrsanlagen prüfen, ob sie mit den Qualitätsansprüchen, die neu in der StVO verankert waren, übereinstimmen.

Auch das Radfahren gegen die Einbahnstraße auf bestimmten Straßen wurde zugelassen, Radfahrstreifen und Schutzstreifen wurden in die StVO aufgenommen und die Führung des Radverkehrs auf Radwegen an neue, höhere Auflagen gebunden. In Tempo- 30-Zonen darf es keine benutzungspflichtigen Radwege mehr geben. Radverkehrsanlagen, die der Überprüfung nicht Stand hielten und nicht an die Vorgaben angepasst wurden, mussten von der Benutzungspflicht befreit, d.h. Schilder mussten abgehängt werden.

2002 folgte ein weiterer Durchbruch, denn der Deutsche Bundestag beschloss, mit den Stimmen aller Fraktionen den Nationalen Radverkehrsplan (NRVP). Bis einschließlich 2012 soll das Fahrrad in allen Bereichen in Deutschland gefördert werden.

Neben dem Radverkehr hat sich der ADFC mit Themen beschäftigt wie Fahrradtourismus, Verbesserung der technischen Qualität von Fahrrädern und ihren Komponenten, vorbeugende Maßnahmen gegen Fahrraddiebstahl, Fahrradmitnahme bei der Bahn (inkl. ICE!) etc.

Im Kreis Offenbach ist der ADFC durch einen äußerst aktiven Kreisverband vertreten, der organisatorisch das Dach für seine sieben Ortsgruppen bildet und mittlerweile über 800 Mitglieder zählt. Die ehrenamtlich tätigen Fahrradaktivisten bieten jedes Jahr ein vielfältiges Freizeitprogramm, angefangen von kurzen Feierabendtouren über viele Tagestouren bis hin zu mehrtägigen Radreisen. Aber auch Reparaturkurse und Fahrrad-Codieraktionen werden durchgeführt. Zu allen Touren und Veranstaltungen begrüßt man gern auch Nichtmitglieder.

Verkehrspolitisch versteht man sich als treibende Kraft, wenn es um die Wegweisung für Alltagsrouten im Kreisgebiet geht und hofft nach Jahren des Wartens und Mahnens endlich auf ein vollendetes Netz. Dann werden Radler mit dem gleichen, visuellen Komfort wie der Kfz-Verkehr durch den Kreis Offenbach an ihr Ziel geleitet. Hinweisschilder mit km-Angabe sollen insbesondere jene zügig vorankommen lassen, die das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel nutzen. Schließlich bedeutet jeder radelnde Berufspendler ein Auto weniger auf unseren verstopften Strassen.



Der ADFC ...

Im Mitgliedsbeitrag enthalten:

- Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Menschen, die mit dem Rad, dem Öffentlichen Personenverkehr oder zu Fuß unterwegs sind
- Günstige Konditionen bei Abschluss einer fahrrad-diebstahlversicherjung
- Basis-Information für Ihre Radtour, egal, ob nah oder fern
- Beratung rund ums Fahrrad in den ADFC-Infoläden
- Spezial-Fahrradbuchhandel mit 350 Titeln und aktuellen Radwanderkarten
- Kostenloser Bezug des ADFC-Magazins Radwelt
- Ermäßigte Teilnahme, z. B. an Radtouren, Dia-Vorträgen und Seminaren

Für Rückfragen Seitens der Redaktion:
ADFC Kreis Offenbach e.V., c/o Stefan Janke, Nieuwpooter Str. 15, 63110 Rodgau, Tel. 06106 / 82 64 08,
Email stefan.janke@adfc-kreis-offenbach.de, www.adfc-kreis-offenbach.de

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