News-Archiv 1998-2001 - Fahrrad Frühjahrs-Check

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Fahrrad Frühjahrs-Check

Dieser Artikel entstammt der Online-Ausgabe der Offenbach Post vom 22. Februar 1999:


Überprüfung und Wartung dienen der eigenen Sicherheit

Lothar Klötzing (ADFC Dreieich) gibt Tips für Fahrradfreunde

Dreieich (gel) - Der Frühling steht vor der Tür und damit die Saison der Fahrradfahrer. Die Räder werden aus dem Keller geholt, oberflächlich abgestaubt, und dann wird in die Pedale getreten. "Doch vor den ersten Touren sollte man auf jeden Fall einen Frühjahrscheck machen. Den bieten die Fahrradgeschäfte schon für 15 bis 30 Mark an oder man macht ihn selbst", empfiehlt Lothar Klötzing, Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Dreieich des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

In erster Linie sind die Überprüfungen und Wartungsarbeiten an den sicherheitsrelevanten Teilen des Drahtesels wichtig. So sollten die Reifen (Luftdruck, Profiltiefe), der Antrieb (Kette, Pedallager), die Gangschaltung (Züge fetten) und die Bremse (Bremsbakken, Züge) gecheckt werden.

Auch der Lenker muß richtig sitzen und darf kein Spiel haben. Lothar Klötzing: "Zur Überprüfung zieht man die Vorderbremse und drückt nun das Fahrrad hin und her. Dabei muß das Lenkgestänge unbeweglich sein".

Falls sich die Reparatur des alten Vehikels nicht mehr lohnt und ein Neukauf ansteht, bieten sich dem Fahrradfreund eine Menge Möglichkeiten. "Da gibt es zum Beispiel die Alltagsräder wie das City- und Trekkingrad. Sie sind leicht in der Handhabung, stabil und kosten zwischen 500 und 1500 Mark", verrät Klötzinger. "Die Sonderräder wie das Mountain-, das Reise- oder auch das Rennrad sind mehr für Spezialisten und erheblich teurer."

Auch im Bereich Zubehör gibt es eine Menge Sinnvolles, etwa Lenkertaschen, Körbe, Tachometer und Trinkflaschen. "Wichtig ist allerdings gescheites Universalwerkzeug mit Miniluftpumpe und Flickzeug und eine vernünftige Beleuchtung", empfiehlt der Dreieicher Fahrradfreund.

Der Fahrradhelm hat sich bislang noch nicht bei allen Radlern durchgesetzt, obwohl es mittlerweile leichte und komfortable Produkte gibt. Die empfiehlt Lothar Klötzing: "Ich habe schon einige schwere Unfälle mit dem Fahrrad mitbekommen. Bei zweien oder dreien davon hat dem Radfahrer sicherlich der Helm das Leben gerettet."

Die Dreieicher Ortsgruppe des ADFC hat rund 80 Mitglieder und organisiert das ganze Jahr über Fahrradtouren von einem Tag Dauer bis zu mehrtägigen Fahrten. Neben dem regelmäßigen Stammtisch organisiert der Verein auch Ausstellungen, Lehrveranstaltungen, Vorträge und vieles mehr. Nicht nur die ADFC-Mitglieder dürfen an den Tagestouren teilnehmen, auch Nichtmitglieder sind gern gesehen.

Die Touren selbst sind in fünf Kategorien eingeteilt. Die Kategorie I ist die leichteste mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 14 Kilometern pro Stunde. Bei jeder weiteren Kategorie kann man rund zwei Kilometer/Stunde dazurechnen. "Nicht zuletzt deshalb ist die Sicherheit des Fahrrades gerade bei schlechter Witterung wichtig. Wenn man mal so richtig in die Pedale tritt, kann man schon auf 60 Kilometer in der Stunde kommen. In der Fränkischen Schweiz bin ich bergab mal auf 117 Kilometer/Stunde gekommen", schmunzelt Lothar Klötzing.

Informationen zu den Veranstaltungen des ADFC gibt es unter Telefon 6 42 87.



Copyright 1998 Offenbach Post
Erscheinungsdatum:22.2.1999


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