Kulturradweg ''Kurmainzer Herz''

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Dieser Artikel entstammt der Online-Ausgabe der Offenbach Post vom 09. Mai 2006:


''Landesgrenzen sind doch keine Kulturgrenzen''

Kulturradweg ''Kurmainzer Herz'' ist eröffnet

Zur Eröffnung des 50. Kulturradwegs gab es für die Ehrengäste eine Frankenwein-Sonderabfüllung im Minibocksbeutel. Im Bild (von links) Landrat Peter Walter, Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams, Projektleiter Dr. Gerrit Himmelsbach, Helmut Winter (Karlsteins früherer Bürgermeister), Initiatorin Anita Wurzel und Volkmar Gerstein, ADFC-Vorsitzender Hessen. Fotos (2): paw


Ostkreis (paw) - Fast 200 Radler warteten an der Seligenstädter Wasserburg auf die Freigabe des rund 35 Kilometer langen Kulturradwegs "Kurmainzer Herz". Erste Gespräche führten die Ideengeber wie mehrfach berichtet vor eineinhalb Jahren. "Anita Wurzel und Dr. Gerrit Himmelsbach entwickelten den phantastischen Plan, die vielen Sehenswürdigkeiten der Region durch einen Kulturweg zu erschließen", fasste Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams zusammen. Der dafür ins Leben gerufene Arbeitskreis sondierte Historisches auf beiden Seiten des Mains - bis 1803 gehörte der Landstrich am bayerischen und hessischen Untermain zum Erzstift Mainz. Der Fluss sei deshalb keine Grenze, sondern die gemeinsame Geschichte verbinde die Menschen miteinander. Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten stieg auf eine nicht vermutete Menge. Insofern sei das "Kurmainzer Herz" doch hervorragend als Radweg geeignet, schlug die Arbeitsgruppe vor. "Wanderwege gibt es eine ganze Menge, aber kaum einen Kulturweg für die Freizeit-Radler", erläuterte die Bürgermeisterin in ihrer Ansprache. Karlstein und Mainhausen schlossen sich dem Projekt an. Mit Unterstützung der Kommunen und ehrenamtlicher Hilfe engagierter Bürger aus den drei Gemeinden sei der besondere Radweg Wirklichkeit geworden. "Es ist der 50. Kulturweg insgesamt und erst der dritte Radweg im Zuge des Archäologischen Spessart-Projektes und Geoparks Odenwald", freute sich Nonn-Adams. Für Landrat Peter Walter ist der neue Radweg ein weiterer Mosaikstein, der die Region für die Menschen noch lebenswerter macht. "Das Rhein-Main- Gebiet steht in Europa auf einem Spitzenplatz bei Verkehrsinfrastruktur und Wirtschaftskraft. Auf dem Kultursektor besteht aber noch immer Nachholbedarf. Mit dem Kultur-Radweg ist ein guter Schritt getan die Lücke zu schließen", bemerkt Walter in seinem Grußwort.

"Landesgrenzen sind doch keine Kulturgrenzen zwischen Bayern und Hessen. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass diese Tatsache mit dem jetzt abgeschlossen Projekt bestätigt wird", stellte Dr. Gerrit Himmelsbach, Leiter des Archäologischen Spessart-Projektes (Aschaffenburg), fest. Dass der 50. Kulturradweg im Raum Seligenstadt, Karlstein und Mainhausen liegt, sehe er als gutes Omen für dessen Akzeptanz. Dies dokumentierten nicht zuletzt fast 200 Radler, die zur Premiere gekommen seien. Als Erinnerung an das historische Ereignis überreichte Dr. Himmelsbach eine Sonderabfüllung Frankenwein im Mini-Bocksbeutel an die Ehrengäste am Startort Wasserburg und den weiteren Stationen in Karlstein und Mainhausen. Bevor die Karawane auf die Strecke ging, präsentierte die Stadtkapelle unter Leitung von Bernd Schneider mehrere Musikstücke. Die Fähre brachte die illustre Radlerschar in zwei Überfahrten auf die bayerische Seite. Die Route ist bekanntlich als Tageskurs konzipiert. Sie berührt 16 kulturhistorische Stationen. Der Weg ist mit dem gelben EU-Schiffchen auf blauem Grund markiert. Zum neuen Radweg gibt es eine farbig gestaltete Informationsbroschüre.

Fast 200 Radfahrer kamen zur Eröffnung des Kulturradwegs „Kurmainzer Herz“ an die Wasserburg. Die Strecke ist rund 35 Kilometer lang.



Copyright 2006 Offenbach Post
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2006


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